Böblingen-Flughafen

Interessantes und Unterhaltsames aus der 1.Hälfte des 20.Jahrhunderts

Graf Zeppelin LZ 127

…. Zweimal war der Zeppelin in Böblingen

03.11.1929

Der Böblinger Bote berichtete darüber

Unsere Stadt hatte heute vom frühen Morgen an einen Massenbesuch zu verzeichnen, wie sie ihn wohl noch nie gesehen hat. Alle Strassen der mit Flaggen reich geschmückten Stadt waren übervoll von Menschen, die dem Flugplatz zuströmten. Der Flugplatz glich einem Heerhaufen. Immer noch liefen Extra-Eisenbahnzüge aus allen Richtungen mit Tausenden von Menschen hier ein, während auf den Anfahrtstrassen Auto um Auto heranrollte. Inzwischen hatte der Bodennebel sich verflüchtet, während eine sehr niedrige Wolkendecke am Himmel hing. Gegen 12 Uhr hatten sich auf dem Flugfeld, das in weitem Umfang abgesperrt war, etwa 100.000 Menschen eingefunden, die von der Schutzpolizei umsichtig an die Plätze und Schranken gebracht wurden. Vor dem Flughafengebäude hatte sich die Ehrengäste eingefunden, unter denen man u.a. Staatspräsident Dr. Bolz bemerkte. Auf dem Landungsplatz waren 170 Mann der Eßlinger Schutzpolizei als Haltemannschaften aufgestellt, denen 20 Mann der Friedrichshafener Werft zur Seite standen.

Bis zur Ankunft des Luftschiffs unterhielten drei Schulflugzeuge der hiesigen Fliegerschule und ein Klemm-Flugzeug die Zuschauer mit Geschwader- und Einzelflügen. Gegen 12:15 Uhr wurde „Graf  Zeppelin“ in seiner silbergrauen Tönung , durch die Wolkenwand stoßend, im Süden sichtbar, umkreist von den vier auf dem Flugplatz anwesenden Flugzeugen. Von den Tausenden und Abertausenden mit Jubel begrüßt, umkreiste das Luftschiff in langsamen Flug das Flugplatzgelände und stattete sodann der Stadt selbst in einem längeren Schleifenflug einen Besuch ab. Es kehrte nach kurzer Zeit zurück, um einen Landungsversuch zu unternehmen.

Erst nachdem das Luftschiff nochmals den Flugplatz verlassen und von entgegengesetzter Richtung auf dem Flugfeld wieder erscheinend zur Landung schritt, gelang diese um 12:50 Uhr, nachdem vorher durch Fallschirm die Postsendung abgeworfen wurde. Das Luftschiff hatte damit seine Fahrt von Friedrichshafen über Titisee-Freiburg-Rheingau nach Böblingen ausgeführt. Nach einer etwa 10 Minuten dauernden Marschbewegung des Luftschiffes, die ausgeführt wurde, um das Schiff näher an die Menschenmauer hernazubringen, entstiegen dem Luftschiff die Fluggäste (30 Passagiere), sodann unter den Hochrufen der Anwesenden Dr.Maybach, Dr.Dürr und Dr.Eckener. Hierauf hieß Staatspräsident Dr. Bolz das Schiff in einer kurzen Ansprache willkommen, in der er seiner Freude über den Besuch und die Landung des Luftschiffes auf dem hiesigen Flugplatz herzlichen Ausdruck gab, während sein kleines Töchterchen unter dem Jubel der Anwesenden auf „Graf Zeppelin“, seine Führung und seine Mannschaft ein begeistert aufgenommenes Hoch ausbrachte.

Um 3.10 Uhr begaben sich die 32 Passagiere, die jetzt die Rückfahrt des Luftschiffes mitmachten, an Bord, Wasserballast wurde abgegeben, die Maschinentelegraphen klingelten, bald setzten die Motoren ein, und unter Abschiedswinken der Zurückbleibenden stieg „Graf Zeppelin“ um 3.20 Uhr wieder auf, um auf direktem Wege nach Friedrichshafen zu fliegen. Das Luftschiff nahm sofort nördlichen Kurs und entschwand bald in einer niedrig hängenden grauen Wolkendecke.

Zeppelin 03.11.1929

Zeppelin 03.11.1929

LZ 127 Graf Zeppelin in Böblingen 1928

Zeppelin 03.11.1929

LZ127 am 03.11.1929 1.Besuch in Böblingen

100.000 Zuschauer

Dr. Eckener und Dr.Dürr

Dr. Eckener und Dr.Dürr

Zeppelin über dem Flughafen 1929 oder 1931

Zeppelin über dem Flughafen 1929 oder 1931

Zeppelinpost 03.11.1929

03.11.29 - mit schönen Stempeln

schöne Stempel

von Breslau nach Böblingen

Breslau nach Böblingen

von Danzig nach Böblingen

Danzig nach Böblingen

von Böblingen nach Kolumbien

Böblingen nach Kolumbien

Stempel Böblingen Kurort und internationaler Flugplatz

Böblingen Kurort + internationaler Flugplatz

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27.06.1931

…..war die zweite Landung in Böblingen. Gleichzeitig wurde auch das Großflugzeug Junkers  G38 gezeigt. 19 Sonderzüge transportierten rund 27.000 Personen nach Böblingen. Nach dreiviertelstündigem Aufenthalt flog LZ 127 über Stuttgart wieder zurück nach Friedrichshafen. Von Böblingen fuhren 25 Sonderzüge wieder zurück.

27.06.1931 - Luftaufnahme 2. Besuch

27.06.1931 - Luftaufnahme 2. Besuch - links Böblingen

27.06.1931 - Luftaufnahme 2.Besuch - unten Böblingen

27.06.1931 - Luftaufnahme 2.Besuch - unten Böblingen

27.06.1931 - LZ127 mit dem Großflugzeug Junkers G38

27.06.1931 - LZ127 + Großflugzeug Junkers G38

Die viermotorige Junkers G38 war damals das größte Passagierflugzeug der Welt, es wurden nur zwei gebaut Exemplare gebaut.

Junkers G38

Junkers G38

Größenverglich Junkers G38 + Airbus A310

Größenvergleich Junkers G38 + Airbus A310

Zeppelinpost 28.06.1931

Friedrichshafen nach Böblingen

Friedrichshafen nach Böblingen


Böblingen nach Rotterdam

Böblingen nach Rotterdam


Wien - nach Böblingen

Wien nach Böblingen

Fotos, Pläne und detalierte Ausfühungen, welche die beeindruckende Größe des Zeppelin-Luftschiffs LZ127 veranschaulichen

LZ127  hätte mit seinen 236,6 Metern den Oberen See in Böblingen in etwa ausgefüllt

LZ127 und der Obere See in Böblingen

LZ127 und der Obere See in Böblingen

Daten zum LZ127

Daten


Schnitt

Schnitt


Deckplan

Deckplan

  • im Bau
  • LZ127 - im Bau - Aufhängung einer Seitengondel

    Aufhängung einer Seitengondel

    LZ127 - im Bau - Backbordseite

    Backbordseite

    LZ127 - im Bau - Führer-und Fahrgastgondel

    Führer-und Fahrgastgondel

    LZ127 - im Bau - Gerippe

    Gerippe

    LZ127 - im Bau - Innenraum

    Innenraum

    lZ127 - im Bau - unterer Laufgang

    unterer Laufgang

  • Innen
  • Speisesaal

    Speisesaal

    Speisesaal

    Speisesaal

    Speisesaal

    Speisesaal

    Küche

    Küche

    Küche

    Küche

    Korridor

    Korridor

    Kabine

    Kabine

    Kabine

    Kabine

    Waschraum Frauen

    Waschraum Frauen

    Funkstation

    Funkstation

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